Dienstag, 20. Dezember 2016

Ick bin ein Berliner - zur Tragödie in Berlin


Cari fratelli e sorelle dell´umanita,
 
mit Entsetzen, Trauer und Fassungslosigkeit habe ich die Nachricht von diesem abscheulichen, menschenverachtenden, durch nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigenden Terroranschlag am gestrigen Abend in Berlin, bei dem der dortige Weihnachtsmarkt das Ziel war, vernommen.

Auch wenn es nur eine Frage der Zeit war, bis auch hier in Deutschland ein derartig feiger Terroranschlag passiert, so möchte ich dennoch ausdrücklich betonen, dass ich diese grausame Tat nur als verabscheuungswürdig verurteilen kann und ich hoffe, dass man die Täter mit der gebotenen Strenge und Konsequenz unseres Rechtsstaats zur Rechenschaft zieht!

Gleichzeitig möchte ich dazu aufrufen, nicht mit Hass oder Gewalt auf eine solche feige Tat zu antworten, sondern friedlich und mit der gebotenen Konsequenz für unsere Werte einzustehen und diese auch menschlich vorzuleben: Nächstenliebe, Toleranz, Akzeptanz, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit!

Lassen wir es nicht zu, dass auch hier in Deutschland die Frucht des Hasses und der Angst aufgeht und so unsere friedliche Gesellschaft von innen heraus zerstört wird! Leben wir weiterhin unser Leben hier in diesem schönen Land, wie wir es für richtig halten und lassen wir uns unser Motto "Leben und leben lassen!" von den Attentätern nicht ruinieren!

LIEBE IST STÄRKER ALS DER HASS!

LOVE CONQUERS HATE!

#IckbineinBerliner

Eine offene Gesellschaft kann man nicht hundertprozentig schützen, dies sollte auch denjenigen klar sein, die sich als Konsequenz aus diesem Terroranschlag für noch mehr Überwachungsmaßnahmen Orwellscher Prägung aussprechen, denn wie hatte es einst schon Benjamin Franklin (1706 - 1790), einer der Gründerväter der USA, so treffend formuliert:

"Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann, um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit."

Anders ausgedrückt: Wer Freiheit durch Sicherheit ersetzt, wird in jedem Fall BEIDES verlieren - und zwar sowohl die Freiheit als auch die Sicherheit!

Einerseits kann ich viele sehr gut verstehen, die mit Trauer, aber vor allem auch Angst, Wut und Verzweiflung auf diese schlimme Nachricht aus Berlin reagieren, mir selbst geht es genauso, aber andererseits halte ich persönlich gar nichts davon, eine ganze Bevölkerungsgruppe, in diesem Fall die vielen hier friedlich lebenden Muslime, einmal mehr unter Generalverdacht zu stellen, nur weil jemand, der sich auf dem Weg nach Europa gemacht hat, in unserem schönen Land großen Schaden angerichtet hat!

Pauschalisierungen helfen uns allen in diesen schweren Stunden nicht, sondern verschärfen die Polarisierung nur mehr und nützen den Populisten von links oder von rechts enorm, die diese abscheuliche Tat auf perfide Weise für ihre politischen Zwecke instrumentalisieren. Fallt bitte nicht auf diese Rattenfänger rein, die oftmals kein bißchen Empathie für die Toten und Verletzten zeigen, sondern nur ihre eigene Agenda auf Kosten der Gefühle anderer vorantreiben wollen!

Meine Gedanken und Gefühle sind bei den zwölf unschuldigen Menschen, die bei diesem feigen und barbarischen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ums Leben gekommen sind, den vielen unschuldigen Verletzten dieses Anschlags und ihren Partnern, Angehörigen, Freunden und Bekannten! Mögen sie viel Kraft für die nun vor ihnen stehende schwere Zeit haben!

Allen Polizisten und sonstigen Helfern in und um Berlin herum, die ihr Menschenmöglichstes versucht haben, viele Menschen zu schützen und in Sicherheit zu bringen, zolle ich darüber hinaus meinen allergrößten Respekt!
 
And that´s the way it is. It´s Tuesday, December 20th, 2016.
 
Haltet die Ohren steif und bleibt sauber,
 
Euer Bentossimo

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Quo vadis, America? - Aktuelle Betrachtungen zur Wahl 2016 in den USA

Cari fratelli e sorelle dell`umanita,

wie der eine oder andere von Euch sicherlich schon vernommen hat, fanden in den letzten Wochen zwei der drei im Fernsehen übertragenen Duelle zwischen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Rodham Clinton und dem repubikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump statt. Nach allem, was bisher im Fernsehen zu sehen war, haben diese Duelle in diesem bisher ohnehin an Peinlichkeiten nicht zu überbietenden Wahlkampf alles, aber auch wirklich alles unterboten, was an Niveau noch übriggeblieben ist.

Wenn eine sehr ich-bezogene, narzisstische und sehr egomanische Persönlichkeit wie Donald Trump sich allen Ernstes in einem vor über zehn Jahren (!) produzierten Video mit seiner Manneskraft brüstet und auch noch Frauen, noch dazu verheiratete Frauen, als Sexualobjekte betrachtet, dann ist dies an Vulgarität und Peinlichkeit nicht zu überbieten. Mag sein, dass frühere Präsidenten ihr turbulentes Liebesleben ähnlich ausgelebt haben, sie alle waren im Gegensatz zu Donald Trump in jeder Hinsicht wesentlich diskreter, was diese doch recht intime Angelegenheit anbetrifft und haben sich auch nicht dabei erwischen lassen. Donald Trump jedenfalls hat sich weder in diesem Video noch in der Art und Weise, wie er in der Öffentlichkeit mit dem - vermutlich gegen seinen expliziten Willen veröffentlichten - Video umgegangen ist, als wahrer Gentleman verhalten, sondern ließ seinem ausgeprägten Ego freien Lauf und prahlte auch noch mit seinem abscheulichen Verhalten Frauen gegenüber.

Nicht nur die Art und Weise, wie Donald Trump mit seiner Umgebung verfährt, auch die Tatsache, dass sich seit dem Auftauchen des Videos zahlreiche Vertreter nicht nur des republikanischen Establishments in scharfer Form von ihm und seinen vulgären Kraftausdrücken distanziert haben, sollte die charakterliche Eignung Donald Trumps für das Amt des US-amerikanischen Präsidenten auch weiterhin in arge Zweifel ziehen!

Als ob das Video nicht schon des guten Geschmacks zuviel war, so legte Donald Trump mit seiner kaum verhüllten Drohung, seine demokratische Gegnerin Hillary Clinton wegen ihrer diversen Verfehlungen als Außenministerin der USA ins Gefängnis zu werfen, sobald er ins Amt des US-amerikanischen Präsidenten gewählt wurde noch eine gehörige Schippe drauf, dass es einem nur so graust.

Gut, Hillary Clinton ist bei vielen US-amerikanischen Wählern wegen ihrer kühlen Art, ihrer Arroganz, ihres elitären Denkens oder auch ihrer extrem ehrgeizigen Art nicht sonderlich beliebt und man betrachtet Hillary Clinton und Donald Trump in den USA aufgrund ihrer geringen Popularität oft nur mehr als Wahl zwischen Pest und Cholera, aber diese unverhohlene Drohung von Seiten Donald Trumps ist an Widerlichkeit und Schauderhaftigkeit nicht zu überbieten! Geht man in einer Demokratie (und als solche habe ich die USA bisher jedenfalls trotz aller Widersprüche und Unzulänglichkeiten noch immer gesehen) wirklich so miteinander um? Doch wohl kaum!

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Kandidat der republikanischen Partei der USA droht seiner Gegenspielerin, der Kandidatin der demokratischen Partei der USA, offen mit gerichtlichen Konsequenzen - solch ein Verhalten kannte ich bisher nur aus Nordkorea, Saudi-Arabien oder dem Iran und dies sind alles Staaten, die diktatorisch regiert werden.

Die Drohung Donald Trumps, Hillary Clinton ins Gefängnis zu werfen, lässt für die Art und Weise, wie er eines der wichtigsten Ämter dieser Welt zu führen gedenkt, wirklich Schlimmes befürchten - und könnte ihn in eine Reihe mit autoritär regierenden Machthabern wie Wladimir Putin (den Donald Trump übrigens sehr schätzt), Recep Tayyip Erdogan oder auch Viktor Orban und Jaroslaw Kaczynski bringen. Für das Ansehen der USA hätte ein Sieg Trumps daher verheerende Folgen, zumal sich Donald Trump im Gegensatz zu seiner demokratischen Konkurrentin, die sich als Außenministerin der USA in 112 bereisten Ländern durchaus einen Namen gemacht hat, durch eine unfassbare außenpolitische Naivität auszeichnet, bei der es einem schwindlig wird!

Doch auch Hillary Clinton muss sich viele Fragen bezüglich ihrer Rolle als Außenministerin stellen und der Art und Weise, wie die Clinton Foundation finanziert wurde, stellen und ist, obwohl sie schon alleine aufgrund ihrer Tätigkeit als Senatorin und als Außenministerin in jeder Hinsicht mehr politische Erfahrung vorzuweisen hat, zumindest in dieser Angelegenheit nicht viel besser dran als Donald Trump.

So bleibt einem nur, das Beste zu hoffen und das Schlimmste zu fürchten. Mit Bernie Sanders hätte es in jedem Fall einen sehr respektablen und vor allem sehr kompetenten und umsichtigen Kandidaten gegeben, dem das Wohl aller US-Amerikaner und das der gesamten Welt wirklich sehr am Herzen liegt, doch wollten die Anhänger von Hillary Clinton diesen wohl nicht. Eines hat Bernie Sanders aber schon jetzt geschafft: Er hat die jungen Menschen wieder mehr für die Politik und die Gestaltung ihrer und damit unser aller Zukunft begeistert und diese, von Sanders angestoßene politische Graswurzelbewegung wird die USA in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiter verändern. Dafür gebührt Bernie Sanders größte Hochachtung!

And that´s the way it is. It´s Thursday, October 13th, 2016.

Haltet die Ohren steif und bleibt sauber,

Euer Bentossimo

Montag, 5. September 2016

Merkeldämmerung? - Zur politischen Lage in Deutschland und Europa im September 2016

Cari fratelli e sorelle dell`umanita,

nachdem ich aus unerwarteten privaten Gründen mit dem Schreiben länger pausieren musste, melde ich mich nun wieder zu Wort und möchte mich zugleich bei allen bedanken, die sehr geduldig auf meinen nächsten Blogeintrag gewartet haben, und um herzlich um Nachsicht bitten, wenn es länger gedauert hat!

Eure Geduld und Euer Interesse spornen mich an, weiterzumachen!

An dieser Stelle daher recht herzlichen Dank für Eure Treue! :)

Sogleich möchte ich den Blick einmal auf die gestrigen Wahlen im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern richten, bei der die SPD sich mit 30,6 % behaupten konnte und weiterhin den Ministerpräsidenten stellen wird. Als zweitstärkste Kraft zog aus dem Stand heraus mit gut 20,8 % die erst seit drei Jahren bestehende rechtspopulistische Partei AFD in den Schweriner Landtag ein und ließ die CDU mit desaströsen 19 % hinter sich. Die AFD konnte somit ihren hauptsächlich auf der (Flüchtlings-)Politik der Bundeskanzlerin Angela Merkel basierenden Erfolg fortsetzen und dürfte vermutlich am 18. September ebenfalls in den Berliner Senat und 2017 in die Landtage von Nordrhein-Westfalen und im Saarland und schließlich in den Bundestag einziehen.

Glücklicherweise verfehlte die rechtsradikale Partei NPD mit nur 3 % den Einzug in den Schweriner Landtag, die FDP (3 %) und die Grünen (4,8 %) sind ebenfalls nicht im neuen Landtag vertreten.

Für Angela Merkel ist der Wahlerfolg der AFD keine gute Nachricht:

Mit der AFD schickt sich nun eine Partei an, sich dauerhaft rechts von CDU und CSU zu etablieren und so vermeintlich oder tatsächlich von der Union vernachlässigte Themen zu besetzen. Ein Blick in das Wahlprogramm der AFD zeigt jedoch, dass diese Partei nicht wirklich an sinnvollen Lösungsansätzen für den Umgang mit den diversen Herausforderungen der modernen Gesellschaft wie Eurokrise, Finanz- und Wirtschaftskrise, Flüchtlingsproblematik, demographischer Wandel, Wandel der Familien- und Beziehungsformen interessiert ist, sondern sich vielmehr populistischer Forderungen nach der "heilen" Welt der 1950er und 1960er Jahre, die es früher so nie gegeben hat, bedient.

Mit Ideen und Rezepten der Vergangenheit aber lässt sich die Zukunft, die in den späten 2010er Jahren, den 2020er Jahren, den 2030er Jahren und den 2040er Jahren und den darauffolgenden Jahrzehnten immer komplexer, immer digitaler, immer technologischer, gesellschaftspolitisch immer moderner und vielfältiger und letztendlich auf vielen Ebenen immer vernetzter sein wird, nicht bewältigen, hier müssen innovative und unkonventionelle Ideen her. Ideen, über die die AFD definitiv nicht verfügt!

Die Erfahrung mit rechtspopulistischen, nationalistischen und nationalkonservativen Parteien in Europa zeigt, dass diese nicht wirklich auf einen ädaquaten Umgang mit den Bedingungen eines "globalen Dorfes", in dem wir alle heute leben, eingestellt, geschweige denn vorbereitet sind. So flüchten sich z.B. die ungarische Fidesz-Partei unter Viktor Orban und die polnische Partei PiS unter Jaroslaw Kaczynski und die türkische AKP unter Recep Tayyip Erdogan in eine national und oftmals auch religiös überhöhte Politik, die kurzfristig zwar den Herrschern selbst nützt, langfristig aber keine positiven Folgen für die Bevölkerungen Ungarns, Polens und der Türkei insgesamt zeitigen wird. Je schlechter sich die wirtschaftlichen Bedingungen durch eine autoritäre, gesellschaftlich exklusive und protektionistische Politik entwickeln, desto schwieriger wird es langfristig für autoritäre Herrscher wie Viktor Orban, Jaroslaw Kaczynski und Recep Tayyip Erdogan, ihre Herrschaft zu legitimieren.

Der repressive Autoritarismus unserer Tage ist in vielen Ländern als eine Reaktion auf die politische und gesellschaftliche Umwälzung durch die Globalisierung zu verstehen, worunter auch die diversen Proteste gegen geplante und umstrittene Freihandelsabkommen wie TTIP, TISA, CETA und TPP fallen. Viele Befürworter der Freihandelsabkommen erhoffen sich von jenen Abkommen einen wirtschaftlichen Aufschwung, mehr Arbeitsplätze und den Wegfall unnötiger bürokratischer Schranken. Gegner der Freihandelabkommen befürchten hingegen die weitestgehende Absenkung von Lebens-, Arbeits-, Verbraucherschutz- und Umweltstandards und ganz besonders aber einen zu großen Einfluss von internationalen Großunternehmen auf die nationale bzw. supranationale Gesetzgebung, der womöglich auch durch Gerichtsprozesse nicht aufzuhalten sein wird, wenn man sich die derzeitige Diskussion um den Investitionsschutz und Investitionsschiedsgerichte (die übrigens seinerzeit von Deutschland (!) eingeführt wurden) vor Augen führt.

Doch nicht nur die anhaltende Diskussion um Freihandelsabkommen zeigt, dass in der Bevölkerung ein tiefes Unbehagen vor den Folgen der Globalisierung herrscht, sondern auch die Diskussion um die Flüchtlinge, die oftmals vor Krieg und Terror aus den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens in den europäischen Kontinent fliehen, weist große Vorbehalte insbesondere der Bevölkerung in Gebieten, die wenig von MIgranten besiedelt werden, auf. Diese Ängste und Sorgen, die es bei aller berechtigter Hochachtung vor der Leistung vieler Menschen, die es Migranten in oftmals mühsamer Arbeit ermöglichen, eine sichere Bleibeperspektive zu haben, gibt, wurden hierzulande von den etablierten Parteien zu lange ignoriert und von der rechtspopulistischen AFD dankbar aufgebauscht.

Meine Gedanken zur Flüchtlingspolitik habe ich bereits im Blogeintrag http://bentossimo.blogspot.de/2016/04/refugees-welcome-gedanken-zur-modernen.html ausführlich dargelegt, ich möchte an dieser Stelle nur noch auf einen weiteren Punkt zurückkommen:

Solange die etablierten Parteien die Ängste und Sorgen der einheimischen Bevölkerung ignorieren oder diese kleinzureden versuchen, solange wird es der AFD trotz eines in jeder Hinsicht rückwärtsgewandten Parteiprogramms und trotz diverser obskurer Gestalten in ihrer Führungsspitze und an der Basis gelingen, die Wut und Enttäuschung vieler Bürger aufzusaugen und zu kanalisieren!

Vor diesem Hintergrund sind die etablierten Parteien gut beraten, einerseits vernünftige Ideen und Vorschläge vorzutragen, um den Ängsten und Sorgen in der Bevölkerung entgegenzuwirken und andererseits nicht plump den populistischen Parolen im Inland und auch im Ausland hinterherzurennen! Würde man auf die politischen Forderungen der Populisten jedweder Couleur eingehen, so wählen die Bürger im Zweifelsfall das Original und die populistischen Parteien werden dadurch nur noch stärker. Das kann nicht im Sinne einer funktionierenden Demokratie sein!

Es ist zweifelsohne richtig, und in diesem Punkt stimme ich den mir sonst unsympathischen Herrschern von Ungarn und Polen ausnahmsweise einmal zu, dass Angela Merkel bei ihrer aus humanitärer Sicht richtig getroffenen Entscheidung vom 05. September 2015, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen, nicht die anderen europäischen Länder miteinbezogen hat, sondern eine einsame Entscheidung, deren langfristige Folgen noch nicht absehbar sind, getroffen hat. Auch wenn Angela Merkel aus humanitären Gründen gehandelt hat, so hätte sie dennoch die anderen europäischen Länder mit in ihre Überlegungen einbeziehen sollen. Das ist das Mindeste, was man von einer Zusammenarbeit im europäischen Geiste erwarten kann und sollte!

Diese aus humanitärer Sicht zwar richtige, aber für den Umgang der europäischen Staaten untereinander folgenschwere Entscheidung reiht sich leider ein in eine lange Reihe von europapolitischen Fehlentscheidungen der Bundesregierung Merkel, bei der von Seiten der deutschen Bundesregierung (was diese oft vergebens abzustreiten versucht) allzuoft über andere europäische Länder hinweg entschieden wurde oder aber diese, wie im Fall Griechenland, wirtschaftlich und ökonomisch von der deutschen Bundesregierung unter Druck gesetzt wurden.

So aber kann keine europäische Solidarität entstehen und so wird man die schon seit längerem kriselnde Europäische Union nicht retten können, wenn ein Land alleine über alle anderen europäischen Länder bestimmt und die anderen europäischen Länder den in vielen Fällen nicht auf andere Länder eins zu eins übertragbaren ordnungs-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Forderungen dieses Landes folgen müssen!

Das ist nicht mehr die europäische Solidargemeinschaft, wie sie noch von großen Europäern wie Jean Monnet, Konrad Adenauer, Charles de Gaulle, Willy Brandt, Valery Giscard d´Estaing, Helmut Schmidt und Helmut Kohl propagiert wurde, sondern wir befinden uns derzeit im zunehmend zerbröselnden deutschen Europa, dessen Länder wie z.B. die südeuropäischen Staaten (die schon seit langem unter der vor allem von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble unter falsch beurteilten wirtschaftlichen Prämissen propagierten Austeritätspolitik leiden) oder die sogenannten "Visegrad"-Staaten (die sich gegen die von Angela Merkel befürwortete Verteilung der Flüchtlinge nach einem entsprechenden Verteilungsschlüssel wenden) sich in zunehmendem Maße gegen Angela Merkels (und Wolfgang Schäubles) oft autoritär vorgetragenen Entscheidungen auf ihre bisweilen fragwürdige Art und Weise (sind in Bezug auf Flüchtlinge rigorose Abschottung und Zäune wirklich eine Lösung?) zur Wehr setzen, was in der Folge nachvollziehbar ist.

Insofern ist es kein Wunder, dass Großbritannien am 24. Juni 2016 eine sowohl für die Europäische Union als auch für Großbritannien selbst folgenschwere Entscheidung getroffen hat: Es ist das erste Land in der Geschichte der Europäischen Union (EU), das aus der EU austreten wird. Aufgrund der Tatsache, dass viele europäische Länder inzwischen vor allem die Europapolitik Angela Merkels einhellig ablehnen, steht es zu befürchten, dass weitere Länder dem Beispiel Großbritanniens folgen werden und ebenfalls aus der EU austreten werden.

Wenn Angela Merkel noch an einer Fortsetzung ihrer Kanzlerschaft über das Jahr 2017 (dann vermutlich mit den Grünen als Koalitionspartner) hinaus gelegen ist, sollte sie endlich zu Fehlern ihrer Politik stehen und versuchen, mehr auf andere Politiker und andere europäische Länder zu hören und auch vernünftige und gut durchdachte Alternativen zu ihrer Politik zulassen!

Wenn es die Bundeskanzlerin weiterhin so handhabt, dass sie stur ihre Politik ohne Rücksicht auf andere fortsetzt, wird sie nicht nur ganz sicher ihre Kanzlerschaft aufs Spiel setzen, sondern darüber hinaus auch die Existenz der CDU und der CSU (die sich vehement gegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik stellt) und - was noch gefährlicher ist - die Existenz des Euros und der Europäischen Union.

Leider sieht es bis auf weiteres so aus, dass Angela Merkel, wenn überhaupt, nur hinter den Kulissen zu einer minimalen Veränderung ihrer Politik bereit ist und sie, in der Annahme, dass sie das Richtige tut, generell so weitermacht wie bisher. Das aber wird die Merkeldämmerung in ganz Europa nur noch weiter beschleunigen - mit verheerenden Folgen für ganz Deutschland und Europa!

Das kann nun wirklich NICHT im Sinne eines vereinigten Deutschlands in einem geeinten Europa sein!

And that´s the way it is. It´s Monday, September 5th, 2016.

Euer Bentossimo

Freitag, 22. Juli 2016

Zur Tragödie in München

Cari fratelli e sorelle dell`umanita,

mit Trauer, Bestürzung und Entsetzen habe ich soeben die Nachricht von dem furchtbaren, durch nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigenden Terroranschlag im Olympia-Einkaufszentrum in München mit 5 Toten und mehreren Verletzten vernommen!
Diese feige Tat ist einmal mehr eine Mahnung an uns selbst, uns und die Art und Weise, wie wir leben, nicht einschränken zu lassen und uns durch Terroranschläge und deren Folgen nicht einschüchtern zu lassen!
Als jemand, der schon einmal in der schönen Hauptstadt Bayerns weilte, fühle ich mich den Bayern und speziell den Münchnern in diesen schweren Stunden besonders verbunden, zumal dies uns alle an den damaligen Terroranschlag in München 1972 erinnert!
Meine Gedanken und Gefühle sind bei den unschuldigen Opfern, ihren Partnern, Familien, Freunden und Bekannten in München, aber auch überall auf der Welt, wo schlimme Terroranschläge passieren! ‪#‎munich2016‬

Bentossimo


Cari fratelli e sorelle dell`umanita,

with sorrow, dismay and shock I have learnt from the horrible, unjustifitable terroristic attacks at the Olympia shopping center in Munich, leaving six dead and several injured!
This act of cowardice should always remind us not to restrict our way of life and not to be daunted by terroristic attacks and their aftermath!
As someone who has ever been to the beautiful capital of Bavaria before, my thoughts are with the Bavarians and especially with the Munich people in these dark hours, as it reminds us all of the then terroristic attack happening in Munich 1972.
My thoughts and feelings are with the innocent victims, their partners, families, friends and acquaintances in Munich, but also around the world, where terroristic attacks are happening! #munich2016

Bentossimo

Sonntag, 12. Juni 2016

Love conquers hate - zur Tragödie in Orlando

Cari fratelli e sorelle dell´umanita,

mit Entsetzen, Trauer und Betroffenheit habe ich die Nachricht von diesem abscheulichen, unfassbaren, durch nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigenden, feigen Anschlag auf eine beliebte Bar von Schwulen und Lesben in Orlando, Florida, bei dem 50 unschuldige Menschen getötet wurden und mehr als 50 weitere unschuldige Menschen verletzt wurden, vernommen.
Fundamentalistischer, hasserfüllter Fanatismus, egal, aus welcher Religion oder Weltanschauung auch immer er entstammt, hat in einer freiheitlichen und demokratischen Grundordnung nichts zu suchen und sollte in jedem Fall strengstens geächtet werden, denn ein jeder Fanatiker und ein jeder Mensch, der Fundamentalisten gleich welcher Couleur unterstützt, macht sich mitschuldig am Leid vieler unschuldiger Menschen, wie in diesem Fall der Homosexuellen!
Dieser hasserfüllte Anschlag war ein Anschlag auf uns alle und unsere Freiheit und wir sollten nach Möglichkeit allen Menschen helfen, die unter diesem Anschlag und ähnlichen Attacken auf der ganzen Welt leiden müssen!
Mein herzlichstes Beileid sowie meine Gedanken und Gefühle gelten allen Ehepartnern, Partnern, Angehörigen, Freunden und Bekannten der unschuldigen Opfer in Orlando und überall auf der ganzen Welt, wo sich ähnliche Anschläge ereignen!

Bentossimo

Cari fratelli e sorelle dell´umanita,

with horror, sorrow and dismay I have been shocked by these horrible and ferocious, never justified attacks on a popular gay night club in Orlando, Florida, which left 50 innocent people dead and more than 50 innocent people injured.
Fundamentalistic and hatred fanaticism, no matter from which religion or worldview it is originated, has no place in a freedom-based democracy and has indeed to be strictly outlawed! Every fanatic and every human being who supports fundamentalism of every shade is to be blamed for the suffering of so many innocent people, in this case the homosexual people!
This hatred attack was an attack against us all and our freedom and we should encourage every human being who is suffering from this attack and other similar attacks around the world!
My heartful condoleances and my thoughts and feelings are with the spouses, partners, relatives and friends of the innocent victims of the awful attacks in Orlando and around the world!

Bentossimo

Dienstag, 10. Mai 2016

Feel The Bern - Zur aktuellen Situation der Präsidentschaftsvorwahlen in den USA 2016

Cari fratelli e sorelle dell´umanita,

sicherlich hat der eine oder andere Leser dieses Blogs die Nachrichten zum Vorwahlkampf der Republikaner und der Demokraten in den Vereinigten Staaten von Amerika verfolgt.

Nach aktuellem Stand der Dinge wird es in den Reihen der Republikaner wohl auf den 69-jährigen Multimilliardär Donald Trump als Kandidaten der Republikaner für die US-Präsidentschaftswahl im November 2016 hinauslaufen, der mit für europäische Verhältnisse ziemlich derben und markigen Kommentaren viele Wähler für sich gewinnen konnte. Das republikanische Establishment verfolgte daher mit einigem Entsetzen den Aufstieg und die Popularität Donald Trumps und versuchte vergeblich, dessen faktische Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten noch zu verhindern.

Auf Seiten der Demokraten wird die 67 Jahre alte frühere Präsidentengattin und langjährige Außenministerin der USA, Hillary Rodham Clinton, vermutlich das Rennen als offizielle Kandidatin der Demokraten für die Nachfolge des demnächst nach zwei Amtsperioden aus dem Amt scheidenden US-Präsidenten Barack Obama machen, doch auch sie kann nicht mit ungeteilter Zustimmung zu ihrer Person rechnen:

Der 74 Jahre alte US-Senator Bernard ("Bernie") Sanders konnte mit einer Graswurzelkampagne, die im Gegensatz zur Kampagne Clintons von einfachen Bürgern finanziert wurde, besonders bei jüngeren und gebildeten Wählern, den sogenannten "Millenials" im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, punkten und gewann zudem die Vorwahlen in Minnesota, Oklahoma, Vermont, Colorado, Michigan, Maine, Kansas, Nebraska, Idaho, Utah, Hawaii, Alaska und Washington. Für die am heutigen 10. Mai 2016 stattfindenden Vorwahlen in West Virginia stehen die Chancen für einen weiteren Sieg von Bernie Sanders nach letzten Umfragen nicht schlecht.

Während bisherige Präsidentschaftsbewerber wie beispielsweise John Ellis ("Jeb") Bush, Ted Cruz, Marco Rubio oder Carly Fiorina auf Seiten der Republikaner, aber auch Hillary Clinton auf Seiten der Demokraten dem politischen Establishment der USA zugerechnet werden, entstammen sowohl Donald Trump als auch Bernie Sanders nicht der politischen Elite der USA und sind daher in der Bevölkerung umso populärer.

Der Aufstieg Trumps zum voraussichtlichen offiziellen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner ist allerdings auch einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung der USA geschuldet, deren Auswüchse sich tief in die republikanische Partei eingegraben haben und die zum Aufstieg der sogenannten, in ihrer Ideologie erzkonservativen "Tea-Party-Bewegung" führten.

Die "Tea-Party-Bewegung" steht in den USA für die vorwiegend evangelikal, aber auch katholisch geprägte Suprematie des weißen, heterosexuellen und nach christlich-konservativen Maßstäben patriarchalen Mannes über Frauen, Homosexuelle, Afroamerikaner und andere Minderheiten. So wettern Vertreter dieser Bewegung etwa gegen das Abtreibungsrecht von Frauen und ebenso gegen die im Juni 2015 vom Obersten Gerichtshof der USA, dem Supreme Court, erlaubte Öffnung der klassischen Ehe auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, aber auch gegen die von Barack Obama eingeführte Gesundheitsreform, im Volksmund "Obamacare" genannt, oder setzen sich für die Einführung des biblizistisch geprägten "Kreationismus" an öffentlichen Schulen und Hochschulen ein.

Exemplarisch für das letzte Gefecht der Ultrakonservativen gegen die Errungenschaften der Moderne stehen die Auseinandersetzungen um ein Gesetz zur Benutzung von Badezimmern für transsexuelle Menschen im US-Bundesstaat North Carolina und um die in mehreren US-Bundesstaaten erlassenenen Ausnahmen für Diskriminierungen gegen homosexuelle Menschen aus religiösen Gründen, was zu einer beispiellosen Protestwelle namhafter Großunternehmen gegen die Erlasser der Gesetze führte, denn nach deren Auffassung zählen Homosexuelle und Transsexuelle längst zu einer für ihr Wirtschaftswachstum wichtigen Personengruppe und wer wollte schon auf seinen Profit verzichten, wenn Homosexuelle und Transsexuelle trotz der Eheöffnung für Homosexuelle weiterhin aus den verschiedensten Gründen diskriminiert werden dürfen??

Während sich derartige Forderungen besonders bei der in den ländlichen Gebieten des "Bible Belt" in den Südstaaten beheimateten religiös-konservativen Klientel älteren Semesters großer Beliebtheit erfreuen, so stehen diese wiederum diametral zu den Überzeugungen und politischen Vorstellungen der "Millenials" zwischen 18 und 25 Jahren insbesondere in urbanen Gebieten, die weniger konservativ sind als ihre Vorgängergenerationen und darüber hinaus weniger Vorbehalte etwa gegenüber Homosexuellen oder anderen Minderheiten hegen. Das bedeutet auch, dass die Republikaner Gefahr laufen, langfristig gegen die Interessen dieser jungen Menschen zu handeln und sich somit ihrer eigenen Existenzgrundlage berauben, da die "Millenials" ab den 2020er Jahren dieses Jahrhunderts das politische Geschehen in den USA und auch in Europa prägen werden und die in vielen Punkten gänzlich andere politische Grundüberzeugungen haben als noch ihre Eltern und Großeltern.

So sind beispielsweise viele der "Millenials" weniger religiös als ihre Großeltern und neigen dazu, in vielen Punkten vollkommen gegensätzliche (gesellschafts-)politische Positionen als ihre Eltern oder Großeltern einzunehmen. Viele dieser jungen Menschen befürworten die Eheöffnung für Homosexuelle, die Legalisierung von Cannabis, die sexuelle Selbstbestimmung eines jeden Menschen, die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, die gleichwertige Bezahlung von Frauen, die rechtliche Anerkennung ethnisch und religiöser Minderheiten und nicht zuletzt ein liberales Einwanderungsgesetz.

Für viele dieser politischen Positionen steht insbesondere der Demokrat Bernie Sanders und diese im politischen Spektrum eher linksliberal verorteten Überzeugungen sind es auch, die Bernie Sanders für viele junge Wähler trotz seines im Vergleich zu Barack Obama recht fortgeschrittenen Alters besonders attraktiv erscheinen lassen, zumal Sanders immer wieder in ausgewiesener Schärfe die wachsende materielle und finanzielle Ungleichheit zwischen den Superreichen und den ärmeren und ärmsten Schichten der US-amerikanischen, ja sogar der weltweiten Bevölkerung anprangert, was besonders bei vielen globalisierungskritischen Menschen gut ankommt.

Ebenso kritisch sehen Trump, Sanders und bis zu einem gewissen Maße auch Hillary Clinton die in der Bevölkerung sehr umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und CETA, deren Befürworter sich davon eine Erhöhung des Wirtschaftswachstums versprechen und deren Gegner Absenkungen bestehender Standards wie etwa hinsichtlich des Arbeitnehmerschutzes, des Verbraucherschutzes, der Gentechnologie oder des Umweltschutzes befürchten. Nach aktuellem Stand der Dinge ist es eher unwahrscheinlich, dass aufgrund des Drucks der Bevölkerung und inhaltlicher Differenzen die Freihandelsabkommen rasch zustandekommen bzw. ratifiziert werden können, zumal sich sowohl Donald Trump als auch Bernie Sanders explizit gegen die Unterzeichnung dieser Abkommen ausgesprochen hatten.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es auf ein Duell Trump versus Clinton (mit Sanders als möglichem Vizepräsidenten) hinauslaufen, bei dem viele ehemalige Präsidentschaftsbewerber und andere MItglieder des Establishments der Republikaner Trump ihre Unterstützung verweigert hatten. Dies erhöht durchaus die Chancen von Hillary Clinton, als erste Frau die Präsidentschaftswahlen 2016 zu gewinnen.


Es wird also weiterhin spannend werden im weiteren Verlauf der Präsidentschaftswahlen - der Bentossimo-Blog wird seine treuen Leser diesbezüglich auf dem Laufenden halten!

And that´s the way it is. It´s Tuesday, May 10th, 2016.

Euer Bentossimo





Donnerstag, 21. April 2016

Ein Leben für die Krone - Zum 90. Geburtstag von Queen Elizabeth II.

Cari fratelli e sorelle dell´umanita,

am heutigen Donnerstag, dem 21. April 2016, wird die britische Königin Elizabeth II. 90 Jahre alt. Die alte, aber immer noch sehr rüstige Dame verbringt ihren runden Geburtstag heuer mit einem Rundgang durch die Straßen in der Nähe von Schloss Windsor und wird ihren Ehrentag heute abend mit einem festlichen Dinner auf Schloss Windsor, zu dem sich auch ihr 94 Jahre alter Gatte, Prinz Philip, sowie ihr Sohn, der ewige Thronfolger Prinz Charles und dessen zweite Gattin Camilla einfinden werden, abschließen.

Dazu zunächst einmal ganz herzlichen Glückwunsch zum 90. Geburtstag, Eure Majestät, und alles erdenklich Gute, vor allem aber weiterhin gute Gesundheit und ein stoisches Durchhaltevermögen für das neue, einundneunzigste Lebensjahr und alle weiteren Jahre, die da noch kommen mögen!

Neunzig Jahre sind fast ein Jahrhundert und seit mehr als 64 Jahren regiert die heutige Queen ununterbrochen mit eisernem Willen und absoluter Pflichterfüllung und wurde so zu einer immerwährenden Konstante in einer sich immer schneller verändernden Welt. Seit dem 09. September 2015 ist die Queen zudem die am längsten regierende Monarchin in der Geschichte der britischen Monarchie. Queen Victoria, die 1819 geboren wurde, regierte von 1837 bis 1901 fast 64 Jahre, als sie am 22. Januar 1901 im Alter von 81 Jahren nach mehr als 40 Jahren Witwendasein (ihr Gatte, Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819 - 1861), war 1861 mit erst 42 Jahren viel zu früh gestorben) starb. Die Epoche, in der Queen Victoria regierte, wird noch heute als "Viktorianisches Zeitalter" bezeichnet, in dem das britische Empire seine größte Macht und Ausdehnung hatte - es umfasste um 1900 fast 1/3 der gesamten Welt!

Nur der thailändische König Bhumibol regiert mit seinen inzwischen 88 Jahren noch länger als die Queen und feiert in diesem Jahr den 70. (!) Jahrestag seiner Krönung.

Die Queen hat in ihrem langen und erfüllten Leben viele Kaiser, Könige, Präsidenten, Bundespräsidenten, Bundeskanzler und Päpste kommen und gehen sehen. Wenn der jeweils neugewählte britische Premierminister der Queen zum ersten Mal bei der wöchentlichen Privataudienz im Buckingham-Palast seine Referenz erweist, so soll die Queen noch jedem neuen Premierminister ihrer Regentschaft vor Augen geführt haben, dass Sir Winston Churchill (1874 - 1965) der erste ihrer bis heute 13 Premierminister war und man daher in einer langen Tradition stehe. David Cameron dürfte, wenn man die Langlebigkeit und Vitalität der inzwischen hochbetagten Königin zum Maßstab nimmt, sicherlich nicht ihr letzter Premierminister gewesen sein.

Was hat die hochbetagte Queen nicht alles in ihrem langen Leben erlebt?

Die Hyperinflation, der Aufstieg und Vormarsch des Faschismus, der Zweiten Weltkrieg mit der Bombardierung Londons, die Hochzeit mit Philip Mountbatten im Jahr 1947, der frühe Tod ihres Vaters George VI. im Jahr 1952, die Geburt der vier Kinder Charles, Anne, Andrew und Edward, die Hochzeiten, Skandale und Scheidungen ihrer Kinder, der Abschied von ihrer kleinen Schwester Prinzessin Margaret und von ihrer hochbetagten Mutter, der Queen Mum, und die Freude an ihren Enkelkindern und Urenkelkindern - alleine diese Fülle an Erlebnissen ist Stoff genug für eine umfangreiche Biographie.

Geboren am 21. April 1926 als älteste Tochter von Albert, genannt "Bertie", des damaligen Herzogs von York (1895 - 1952), und seiner Frau Lady Elizabeth Bowes-Lyon, der späteren "Queen Mum" (1900 - 2002), genoss Elizabeth Alexandra Mary of York gemeinsam mit ihrer vier Jahre jüngeren Schwester, Margaret Rose Bowes-Lyon (1930 - 2002), eine behütete Kindheit in London und auf Schloss Windsor, wo die beiden Mädchen nach dem Tod des alten Königs George V. (1865 - 1936) und der Abdankung von Elizabeths Onkel, Edward VII. (1894 - 1972), der für seine große Liebe, der zweimal geschiedenen Amerikanerin Wallis Simpson (1896 - 1986), auf den Thron verzichtete und mit ihr als Herzog und Herzogin von Windsor ins Exil nach Paris ging, auf Schloss Windsor nach der Thronbesteigung ihrer Eltern, König George VI. und Königin Elizabeth, die Kriegsjahre verbrachten. Dabei wurde der Buckingham-Palast allein 1940 mehrmals bombardiert, was die damalige Königin sehr resolut und unerschrocken mit den Worten "I am almost glad we have been bombed. Now it makes me the feeling I can look the East End in the face!" (Ich bin fast froh, dass wir bombardiert worden sind. Nun habe ich das Gefühl, dem East End in die Augen sehen zu können!") quittierte. Das East End, das Londoner Armenviertel im Osten der Stadt, wurde von den Bombardements der Nationalsozialisten am schwersten getroffen.

Nachdem am 08. Mai 1945 die Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands und damit das Ende des Zweiten Weltkrieges verkündet wurde, erschienen das Königspaar und seine beiden Töchter gemeinsam mit dem legendären Premierminister jener Jahre, Sir Winston Churchill, auf dem Balkon des Buckingham-Palastes und ließen sich von einem jubelnden Volk frenetisch feiern. Der Legende nach sollen König George VI. und Queen Elizabeth ihren beiden Töchtern sogar erlaubt haben, inkognito mit anderen jungen Menschen auf den Straßen von London bis in die frühen Morgenstunden hinein das Kriegsende zu feiern und ihren Eltern und dem Premierminister zuzujubeln.

In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zeigte sich, dass es um die Gesundheit von König George VI. nicht zum Besten bestellt war. Der König, der inzwischen nicht nur von seiner Gattin Elizabeth, sondern auch von seiner Tochter, Prinzessin Elizabeth und seinem Schwiegersohn, Prinz Philip, unterstützt wurde und wegen seines Stotterns Sprachunterricht bei dem Logopäden Lionel Logue (1880 - 1953) nahm, hatte immer wieder Probleme mit seinen Beinen und seiner Lunge, bis man schließlich feststellte, dass er schwer an Lungenkrebs erkrankt war. Am 06. Februar 1952 schließlich sollte sich sein mit 56 Jahren viel zu kurzes Leben einem frühen Ende zuneigen, in den frühen Morgenstunden schlief er nach einem Jagdausflug mit Freunden in seinem Bett friedlich ein. Ein Diener, der den Monarchen am nächsten Morgen wecken wollte, fand diesen tot im Bett liegend vor und informierte sofort die nächsten Familienangehörigen.

"Berties" resoluter, lebenslustiger und beim Volk außerordentlich populärer Gattin, der nunmehrigen Königinmutter Elizabeth, die im Volksmund schlicht "Queen Mum" genannt wurde, aber war ein außerordentlich langes, reiches und erfülltes Leben beschieden:
Erst 2002 ging die "Queen Mum", die noch im viktorianischen Zeitalter geboren wurde, friedlich in ihrem respekteinflößenden einhundertunddritten Lebensjahr aus dieser Welt, damit überlebte sie ihren einzigen Mann um fast seine eigene Lebensspanne, nämlich mehr als fünfzig Jahre.

Prinzessin Elizabeth war zuvor gemeinsam mit ihrem Mann, dem Herzog von Edinburgh, nach Kenia gereist, um ihren schon schwer erkrankten Vater zu vertreten. Die Legende will es so, dass die heutige Queen nachts als Prinzessin ein Baumhaus bestieg und am nächsten Morgen das Baumhaus als Königin wieder verließ, ohne es zu ahnen. Nachdem Prinz Philip, der zuvor von seinem Adjutanten vom Tod des Königs informiert wurde, am Morgen der neuen Königin Elizabeth II. die traurige Nachricht übermitteln musste, brach das neue Königspaar seinen Aufenthalt in Kenia ab und reiste sofort nach London zurück, wo schon der Premierminister Churchill und die trauernden Familienmitglieder auf sie warteten.

Nachdem man die Trauerfeiern für den verstorbenen König und im Jahr darauf auch für dessen Mutter, Queen Mary (1867 - 1953), abgehalten hatte, wurde alles für die prunkvollen Zeremonien zur Krönung der mit erst 26 Jahren noch sehr jungen Königin vorbereitet. Über eine Milliarde Zuschauer sahen am 02. Juni 1953 die glanzvolle Krönung Elizabeths II., es war das erste im Fernsehen direkt übertragene Ereignis der Welt.

In den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten konnte Königin Elizabeth II. ihren Erfahrungsschatz erweitern und bereiste zusammen mit ihrem Gatten Prinz Philip mehr als 117 Länder, sie setzte sich unermüdlich für den Aufbau und die Erweiterung des Commonwealth als Nachfolgeformat des britischen Empires ein.

Doch in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren sollten über der britischen Monarchie erste dunkle Wolken aufziehen: Nachdem der britische Thronfolger Prinz Charles 1981 die erst 19 Jahre alte Kindergärtnerin aus adeligem Hause, Lady Diana Spencer, geheiratet hatte und die beiden zwei Söhne, William und Harry, bekamen, endete alles, ebenso wie in der 1986 geschlossenen Ehe zwischen Priz Andrew und der bürgerlichen Sarah Ferguson, "Fergie" genannt, in einer schmutzigen Schlammschlacht, die 1992 einen ersten furchtbaren Höhepunkt fand. Das Jahr 1992 ging als sogenanntes "annus horribilis" (schreckliches Jahr), wie es Königin Elizabeth II. selbst formulierte, in die Geschichte ein, zumal sich Prinzessin Anne und Mark Philips scheiden ließen und zu allem Überfluss auch noch Schloss Windsor in einer Feuersbrunst ausbrannte.

1996 ließen sich Charles und Diana scheiden, ebenso im darauffolgenden Jahr "Fergie" und Andrew. Der plötzliche, mit erst 36 Jahren viel zu frühe Unfalltod der Prinzessin von Wales im August 1997 in Paris löste eine weltweite Welle der Anteilnahme aus und brachte das Königshaus in die Kritik, weil es die Königin scheinbar versäumt hatte, rechtzeitig ihre Anteilnahme am Ableben ihrer tödlich verunglückten früheren Schwiegertochter zu bekunden. Doch die Queen konnte mit einer von ihr selbst kurzfristig anberaumten Fernsehansprache, in der sie Prinzessin Diana würdigte, die Wogen wieder glätten, so dass die britische Monarchie wieder in ruhigere Fahrwasser gelangen konnte.

Das Jahr 2000 schließlich sollte ein ganz besonderes Ereignis mit sich bringen:
Im August 2000 feierte die Mutter der britischen Königin, die Queen Mum, mit viel Glanz, Pomp, Paraden und einem Gläschen ihres geliebten Gin Tonic ihren einhundertsten Geburtstag und war damit das erste Mitglied der britische Königsfamilie, das dieses besondere Alter erreichen durfte. Ihre Tochter, die Queen, ließ ihr eine von ihr selbst mit "Lilibet", dem einst von der Mutter gegebenen Kosenamen, unterschriebene Glückwunschkarte mit dem Konterfei der Queen schicken. Im Dezember 2001 schließlich feierte mit Prinzessin Alice (1901 - 2004), der Herzogin von Gloucester, bereits das zweite Mitglied der britischen Königsfamilie seinen einhundertsten Geburtstag, bei dem ihre Nichte, die heutige Queen, ebenfalls anwesend war.

2002 feierte die Queen glanzvoll ihr Goldenes Thronjubiläum, dabei hatte das Jahr für sie nicht gut begonnen: Im Februar 2002 musste sie Abschied nehmen von ihrer jüngeren Schwester, Prinzessin Margaret, die im Alter von 71 Jahren nach mehreren Schlaganfällen im King-Edward-VII-Krankenhaus in London gestorben war, und sieben Wochen später von ihrer hochbetagten Mutter. 102 Jahre alt ist die Königinmutter, diese große alte Dame der britischen Monarchie, geworden. Mehr als ein ganzes Jahrhundert nicht nur britischer Geschichte - vom viktorianischen Zeitalter bis zum Zeitalter des Internets, der Handytelefonie, des Cyberspace und der modernen Massenmedien - war vergangen, als die Queen Mum Ende März 2002, am Wochenende vor Ostern, in Anwesenheit ihrer ältesten Tochter und ihrer Lieblingsnichte, der heute fast 91-jährigen Margaret Rhodes, in ihrem Bett in der Royal Lodge von Schloss Windsor im Schlaf für immer die Augen schloss.

Mit einer respektvollen Trauer, ja sogar in einer fast schon heiteren Stimmung, verabschiedete sich die ganze Welt von Elizabeth Bowes-Lyon, dem neunten Kind eines Grafen aus schottischem Hochadel, die als Queen Elizabeth durch ihr unerschrockenes, ja auch souverän inszeniertes Auftreten im Zweiten Weltkrieg sehr populär wurde und als Queen Mum, der so verehrten "Großmutter der Nation", von der ganzen Welt geliebt wurde. Viele Briten standen in der milden Frühlingsluft des Aprils 2002 über zwei Kilometer lang Schlange, um am mit dem den legendären "Koh-i-noor"-Diamanten (dt.: "Berg des Lichts", dieser Diamant soll verflucht worden sein und nur von Gott oder einer Frau ungestraft getragen werden und so Queen Mum unter anderem zu ihrem hohen Alter verholfen haben...) tragenden Sarg der Königinmutter, die nun hochbetagt gestorben war, vorbeizudefilieren und ihr die letzte Ehre zu erweisen.
Die Tradition will es so, dass beim Ableben eines Monarchen die Glocken der Londoner Kirchen und Kathedralen und selbst der berühmte "Big Ben" im heutigen Elizabeth Tower jeweils einmal pro Minute für jedes Lebensjahr des Verstorbenen läuten. Als vor mehr als 64 Jahren die Beisetzungsfeierlichkeiten für König George VI. stattfanden, läuteten die Glocken 56 Minuten lang, weil der König im Alter von nur 56 Jahren im Schlaf gestorben war. Fünfzig Jahre und zweiundfünfzig Tage später hatten die armen Glöckner eine ganze Menge zu läuten: Für die Königinmutter indes läuteten die Glocken 102 Minuten lang, dies war ein besonders eindrucksvolles Zeichen dafür, dass mit dem Tod von Queen Mum auch eine ganze Epoche zu Ende gegangen war. 

Zwar gab es eine große Anteilnahme am Hinscheiden der Königinmutter, aber es brach dennoch angesichts des sehr hohen Alters und des erfüllten Lebens der Verstorbenen nicht die große Massentrauer wie zu Zeiten der viel zu jung aus dem Leben gerissenen Prinzessin Diana aus. Vielmehr drückten viele Trauernde in vielen Briefen und durch viele Zettel und sogar mit der einen oder anderen Flasche Gin auf humorvolle Art und Weise ihre Dankbarkeit für das außerordentlich lange und erfüllte Leben von Queen Mum aus und feierten das Leben dieser Jahrhundertkönigin.

Eineinhalb Jahre später, im November 2004, verabschiedete sich das gesamte britische Königshaus, allen voran Königin Elizabeth II. und Prinz Philip, nun auch von Prinzessin Alice, der Herzogin von Gloucester, die mit nahezu 103 Jahren den Altersrekord des bisher ältesten Mitgliedes eines Königshauses in der gesamten Weltgeschichte überhaupt hält. Prinzessin Alice, deren Leben ebenso lange währte und besonders reich an Abenteuern wie das ihrer Schwägerin, der Königinmutter, war, galt als das letzte Mitglied der Generation der "Edwardianischen Epoche", jener Epoche, die von dem Sohn von Queen Victoria, König Edward VII. (1841 - 1910) geprägt war und ihr friedlicher Greisentod markierte den endgültigen Abschied von der Vorkriegsepoche des Ersten Weltkrieges.

Das britische Königshaus war nun nach dem Dahinscheiden von Queen Mum und von deren Schwägerin, Prinzessin Alice, endgültig im 21. Jahrhundert angekommen:

2012 beging die Queen ihr Diamantenes Thronjubiläum, sie, die sich extra zu diesem Anlass einen ganz besonderen Auftritt als ältestes "Bondgirl" der Welt an der Seite von James Bond (Daniel Craig) gönnte, genoss die Zuneigung ihrer Landsleute und der der ganzen Welt sichtlich.
Mit der Hochzeit von Prinz William mit der bürgerlichen Catherine "Kate" Middleton im Jahr 2011 kam seit den Zeiten von Prinzessin Diana der Glamoureffekt wieder zurück in den Buckingham-Palast und mit den Geburten von Prinz George im Jahr 2013 und seiner Schwester, Prinzessin Charlotte, im Jahr 2015 wurde die Thronfolge bis weit ins 22. Jahrhundert hinein gesichert. Zuvor, im Jahr 2005, konnte Prinz Charles endlich seine langjährige Mätresse, Camilla Parker-Bowles, geborene Shand, ehelichen - die Ehe des Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall gilt bis heute als sehr glücklich und inzwischen gilt es schon als ausgemacht, dass auf Queen Elizabeth II. eines Tages König George VII. und Queen Camilla folgen werden.

Bis es allerdings soweit ist, werden noch viele Jahre vergehen, denn die Queen erfreut sich nach wie vor guter Gesundheit und hat zudem offensichtlich auch noch die guten Gene ihrer hochbetagt gestorbenen Mutter geerbt. Und doch bereitet man sich am Hofe langsam und unspektakulär auf den Übergang von der Königin auf ihren Sohn, den Thronfolger, vor:

Wie wir alle wissen, ist Königin Elizabeth II. anglikanischen Glaubens und nimmt aus ihrem Glauben heraus ihre Verantwortung, die ihr mit ihrer Krönung und nach anglikanischer Überlieferung von Gott übertragen wurde, sehr ernst. Schon alleine deswegen wird sie nicht abdanken, sondern vielmehr bis zu ihrem Tod formal im Amt bleiben und ingravescentem aetatem Prinz Charles als König im Wartestand in den nächsten Jahren mehr und mehr das Tagesgeschäft überlassen und sich allmählich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und bis zu ihrem letzten Atemzug weniger Termine wahrnehmen.

In einer sich immer schneller und radikaler verändernden Welt ist die Queen sich selbst immer treu geblieben und verfährt bis heute stets nach dem Motto:

"Wenn Du willst, dass sich nichts verändert, dann musst Du dafür sorgen, dass sich alles ändert!". 

Mir bleibt nun nur noch eines zu sagen: Ich verneige mich mit großem Respekt vor der  Lebensleistung von Königin Elizabeth II. und wünsche weiterhin frohes Schaffen und eine gute Gesundheit für das vor ihr liegende zehnte Lebensjahrzehnt.

In diesem Sinne:

God save our gracious Queen,
Long live our noble Queen,
God save the Queen!
Send her victorious,
Happy and glorious,
Long to reign over us;
God save the Queen!

O Lord our God arise,
Scatter her enemies
And make them fall;
Confound their politics,
Frustrate their knavish tricks,
On Thee our hopes we fix,
God save us all!

Thy choicest gifts in store
On her be pleased to pour;
Long may she reign;
May she defend our laws,
And ever give us cause
To sing with heart and voice,
God save the Queen!

Not in this land alone,
But be God's mercies known,
From shore to shore!
Lord make the nations see,
That men should brothers be,
And form one family,
The wide world over.

From every latent foe,
From the assassins blow,
God save the Queen!
O'er her thine arm extend,
For Britain's sake defend,
Our mother, prince, and friend,
God save the Queen!

Lord grant that Marshal Wade
May by thy mighty aid
Victory bring.
May he sedition hush,
And like a torrent rush,
Rebellious Scots to crush.
God save the Queen! 


And that´s the way it is. It´s Thursday, April 21st, 2016. 

Euer Bentossimo